Bereichsbild
Berufswahl
Berufsfelder

Überblick

Direkt zu den populärsten Berufsfeldern:

 
Kompetenzen
 
Projekte & Kooperationen
Stellenmarkt
Über GiG

 

Projekte & Kooperationen

Linguistische Unternehmensberatung und angewandte Unternehmenskommunikation
Dr. Simone Burel M. A.

Frau Dr. Burel ist seit mehreren Jahren in der Unternehmenskommunikation tätig, u. a. als freie Mitarbeiterin bei der Schelenz GmbH, für die sie Workshops abhält (z. B. für die BASF AG, DIEHL-Stiftung und Commerzbank AG). Ein Verzeichnis der Workshops, Vorträge und Veröffentlichungen finden Sie hier.

Hintergrund

Icon: Profit

Sprache und kommunikatives Verhalten sind unentbehrliche Ausdrucks- und Dar­stel­lungs­mit­tel in einem wirt­schaf­­tenden Unter­nehmen. Nur durch sie können Aus­tausch und Vermitt­lung von Infor­mationen (Fach­wissen, Hand­lungs­anwei­sungen, Ein­stel­lungen, Motive, Inter­essen etc.) statt­finden, sei es intern oder extern im Dialog mit der unter­neh­mer­ischen Umwelt.

Kommunikative Handlungen bestimmen den Erfolg des Unter­nehmens eben­so mit wie Unter­nehmens­kenn­zah­len (die ohne Sprache ohnehin nicht zu vermit­teln wären). Jedoch werden Sprache und Kom­muni­kation traditionell immer noch als Soft Skills wahr­genommen, die zwar vor­teil­haft für den Arbeits­alltag sind, aber nicht messbar zum Unternehmenserfolg beitragen. Kommuni­kation erfolgt in Unter­nehmen daher meist nur in einem rein operationalen Modus, dient also dazu, ein bestimmtes "hartes Ziel" zu erreichen oder dient als stra­te­gische Opera­tion, um Ein­stel­lungen und Verhal­tens­weisen gegen­über dem Unte­rnehmen zu beein­flussen. Die wenigsten Mana­ger / Mitar­beiter in der Unter­nehmens­kom­munika­tion oder Human Resources (HR)-Communication haben dem­ent­sprechend einen kom­munikations­wis­senschaft­lichen bzw. linguistischen Hin­ter­grund.

Linguistische Unternehmensberatung

Icon: Meeting Presentation

Die linguistische Unternehmensberatung analysiert mittels Methoden der qualitativen und quantitativen diskurslinguistischen Ana­lyse die unternehmerische Textwelt (Aus­drucksebene, Inhaltsebene, Sprach­hand­lungs­ebene, Ebene der Situation / Beziehung), bezogen auf Online-Textformen sowie Print­texte (Leit­bild, Cor­porate Mission, Vision, Image­bro­schüre etc.).

Dadurch können Unternehmen einen besseren Überblick über die (von Stakeholdern/Gesellschaft angetragenen) relevanten Themen erhalten (Content) sowie das dafür verwendete Wortmaterial (wording). Es kann ein Abgleich mit prototypischen Modellen der Content-Erstelllung vor­ge­nom­men werden; zudem kann ein unter­nehmensspezifisches Cor­porate Wording festgelegt werden (sowie transportierte Images, Be­zie­hungs­signale an den Rezipienten etc.). Dieses Vorgehen dient der Profil­schärfung sowie der Ver­ein­heit­lichung des Sprachmaterials, welches zur Wiedererkennbarkeit und Abgrenzung von Wettbewerbern beiträgt.

Einbindung in die universitäre Lehre

Icon: Seminarteilnehmer

Aus diesen Tätigkeiten entstand unter anderem die Übung "Angewandte Unter­neh­mens­kom­muni­kation" an der Uni­versität Heidelberg ab dem WS 2013 / 2014. Die Übung soll Linguisten mit Affinität zur Unternehmenskommunikation / HR-Com­mu­ni­cation theoretische Grundlagen des Themenbereichs "(Stellenwert von) Sprache in der Wirtschaft" vermitteln, die für einen Ersteinstieg in diesem Bereich essentiell sind.

Gleichermaßen gehört zur Seminarkonzeption auch, das Wissen der Linguisten "herauszudestillieren", das diese bereits für die Lösung kommunikativer Probleme im genannten Themenbereich besitzen und methodische Zugänge diesbezüglich zu eröffnen (Diskursanalyse, Iso­totpieanalyse, Metaphernanalyse, Text-Bild-Analysen). Praktische Anwendungsbeispiele, indem die Studierenden beispielsweise eine eigene Kommunikations- und Markenstrategie für ein fiktives Unternehmen erstellen oder PR-Gespräche simulieren, unterstreichen den an­wen­dungs­be­zo­ge­nen Aspekt.

 

Letzte Änderung: 07.07.2016
zum Seitenanfang/up