Dr. Katharina Bremer

Germanistisches Seminar
Universität Heidelberg
Hauptstr. 207-209
D-69117 Heidelberg
Dienstraum: Kstr. 2 003
Telefon: +49 (0) 6221 54 3250

bremer@uni-heidelberg.de

 

Sprechstunde: Mittwochs 12:00–13:00 Uhr

 

Studienangebot »Spracherwerb und Literalität«

 

Lebenslauf

 

seit SS 2008 Studiendozentin am Germanstischen Seminar der Universität Heidelberg
2003-2007 Lehrbeauftragte am Seminar für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg; Forschungsprojekt zum Erwerb von Textkompetenz in der späteren Kindheit
1993-2003 Lehrtätigkeit am Anglistischen Seminar der Universität Heidelberg: sprachwissenschaftliche Proseminare, Einführung in die Linguistik, Übersetzen
1995 Promotion (Gutachter: Elisabeth Gülich, Bielefeld; Rainer Dietrich, Berlin)
1992 Gründung des Arbeitskreises "Frauen promovieren!" (zusammen mit A.Speck), der von Doktorandinnen an der Neuphilologischen Fakultät weitergeführt wird
1987-1992 Wiss. Mitarbeit in Forschungsprojekten des SFB 245 "Sprache und Situation" zu Prinzipien des Äußerungsaufbaus in gesprochener Sprache; Leitung: R. Dietrich
1982-1987 Mitarbeit in der Heidelberger Arbeitsgruppe des ESF-geförderten Projekts "Second Language Acquisition by Adult Immigrants". Leitung: W. Klein, C. Perdue, Nijmegen
1982 Studienabschluß als Diplom-Übersetzerin (Portugiesisch / Englisch) am Institut für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Heidelberg
 
 

Aktuelles Forschungsprojekt

"Konzeptuelle Entwicklung und Informationsorganisation im Text – Beschreiben und Instruieren als sprachliche Aufgabe für Grundschulkinder"

Die Fähigkeit, komplexe sprachliche Aufgaben zu lösen – z.B. ein Objekt beschreiben oder eine Handlungsanweisung geben – wird von Kindern relativ spät erworben und ist z. T. noch bis ins Jugendalter nicht voll entfaltet. Sie erfordert von der Sprecherin das abgestimmte Zusammenspiel einer Reihe von Wissensbereichen. Das Projekt zielt darauf, zur Klärung der Prinzipien beizutragen, nach denen kindliche SprecherInnen beim Aufbau ihrer Texte jeweils vorgehen, wie sich ihre Kompetenz über die Zeit verändert und welche Faktoren darauf einwirken (für eine Vorstudie vgl. Bremer 2002). Empirischer Ausgangspunkt sind (mündliche) Beschreibungs- und Instruktionsaufgaben für 7- bzw. 10jährige Kinder, deren Gegenstand systematisch variiert wurde. Die Datenbasis umfasst insgesamt rund 280 Datensätze (je Altersstufe 20 SprecherInnen mit jeweils sieben Aufgaben), die als Transkripte vorliegen.
Zentrale Untersuchungsbereiche sind u.a: die Entfaltung raumreferentieller Mittel und ihre Rolle für die Textorganisation; der Zusammenhang zwischen Strukturierungsentscheidungen auf globaler Ebene und dem Aufbau der einzelnen Äußerungen; die Microgenese von Strukturierungsoptionen im Verlauf der Textproduktion. Die bisher abgeschlossenen Analysen deuten u.a. darauf, dass bestimmte Bereiche der (sprachlich-) konzeptuellen Entwicklung (z.B. der Bereich der Raumkonzepte u. der entsprechenden sprachlichen Mittel) eine Schlüsselfunktion für die Fähigkeit haben, komplexe Informationen für einen Text nachvollziehbar zu ordnen.

 

Schwerpunkte in der Lehre

  • Spracherwerb (Sprachliche Sozialisation; Spracherwerb und Konzeptuelle Entwicklung; Wortschatzentwicklung; Erwerb von Textkompetenz; Zweitspracherwerb)

  • Sprachproduktion (Konzeptualisierung; gesprochene und geschriebene Sprache; Modellierungen; Sprachliches Wissen)

  • Textlinguistik (Raum- und Zeitreferenz; Kohärenzbildung; Quaestio-Ansatz)

  • Gesprächsforschung (Kooperation und Asymmetrie; Gespräche in Institutionen)

 

Publikationen

  • Bremer, K. (ersch. 2009):

  • Spracherwerb – vielfältige Perspektiven gefragt! Erscheint in: E. Felder (Hg.): Sprache. Im Auftrag der Universitätsgesellschaft Heidelberg. Berlin u.a. Springer.

  • Bremer, K. (2002):

  • Vorschulkinder beschreiben statische und dynamische Szenen. Unterschiede in Konzeptualisierung und Informationsorganisation. In: Wegener, Heide u. Haberzettl, Stefanie (Hrsg.): Konzeptualisierung und Spracherwerb. Berlin u.a.: Lang.

  • Bremer, K. (1998):

  • Responding to misunderstanding in intercultural encounters: Some ways of reconciling divergent demands. CALaP No 16/17, 179-198.

  • Bremer, K. (1997):

  • Verständigungsarbeit: Problembearbeitung und Gesprächsverlauf zwischen Sprechern verschiedener Muttersprachen. Tübingen: Narr. (Diss. Univ. Heidelberg)

  • Bremer, K., Broeder, P. , Roberts, C. , Simonot, M., Vasseur, M-T. (1996):

  • Achieving Understanding: discourse in intercultural encounters. London/ N.Y.: Longman.

  • dies. (1993):

  • Ways of achieving understanding. In: Perdue, C. (ed.): Adult language acquisition – crosslinguistic perspectives. Vol. II The results, 153-195. Cambridge: Cambridge University Press.

 

Lehrveranstaltungen

siehe Studienangebot "Spracherwerb und Literalität"

 
Letzte Änderung: 19.05.2014
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