Germanistische Institutspartnerschaft

Die Germanistische Institutspartnerschaft (GIP) zwischen dem Germanistischen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Universität Breslau ist ein internationales Forschungs- und Ausbildungsprogramm. Gefördert werden Wissenschaftler*innen, Doktorand*innen und Studierende. Seit 2015 besteht eine auf fünf Jahre angelegte Förderung durch den DAAD. Ein Fokus der Partnerschaft liegt auf der frühneuzeitlichen Literatur. Dazu lädt nicht nur die historische Verbindung beider Städte ein (als Beispiel wäre Martin Opitz zu nennen), sondern auch die starke Barockforschung, die sich um die reichhaltigen Bestände beider Regionen konstituiert hat. Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der Erforschung der Wissenschaftsgeschichte in Mittelosteuropa im 20. Jahrhundert und der Literatur der Zwischenkriegszeit.

Folgende Forschungsgegenstände stehen im Zentrum:

  • Barockliteratur (carmen heroicum, Lohenstein)
  • Die Geschichte der Germanistik
  • Die „Konservative Revolution“ und die Literatur

Im Januar 2019 fand in der „Akademie der Wissenschaften“ zu Heidelberg ein Eröffnungsworkshop statt, der in Zusammenarbeit mit einem Forschungsprojekt zu Ludwik Fleck die Wissenschaftsgeschichte in Mittelosteuropa im 20. Jahrhundert zum Thema hatte (vgl. Flyer). Im Mai 2019 folgte eine Tagung in Breslau, die einen erweiterten Blick auf das Feld der Geschichte der Germanistik warf (s. Flyer). Im Dezember soll wiederum in der Oderstadt, finanziert durch die Fritz-Thyssen-Stiftung, eine Konferenz mit Beiträgern aus Deutschland, Polen und Italien zum Themenfeld der „Konservativen Revolution“ in der Literatur stattfinden.

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses steht im Fokus der germanistischen Institutspartnerschaft. Für polnische Studierende und Doktorand*innen bietet die Institutspartnerschaft die Möglichkeit, die Universität Heidelberg im Rahmen meist einmonatiger Forschungsaufenthalte kennenzulernen. Sie nehmen an Lehrveranstaltungen und Kolloquien teil und können auf den reichen Fundus der Heidelberger Bibliotheken zurückgreifen. Der Aufenthalt in Deutschland stellt für die polnischen Teilnehmer*innen eine wichtige Gelegenheit dar, Kontakte zu knüpfen und sich auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Zudem bieten Blockveranstaltungen deutscher Dozierenden an der Universität Breslau auch allen anderen polnischen Studierenden die Möglichkeit, die Forschungsinhalte der Partneruniversität kennenzulernen.

Hauptverantwortliche und Ansprechpartner:

  • Prof. Dr. Dirk Werle (Universität Heidelberg, Projektleiter)
  • Prof. Dr. Wojciech Kunicki (Universität Breslau)
  • Dr. Janine Luth (Universität Heidelberg, Koordination)
  • Dr. Krzysztof Żarski (Universität Breslau, Koordination)
  • Dr. Joana van de Löcht (Universität Heidelberg)

 

 

Flyer K. Żarski referiert zur Wissenschaftsgeschichte Breslaus am Beispiel Jan Pipreks Gruppenbild Tagung Januar
Letzte Änderung: 08.11.2019
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