Prof. Dr. Helmuth Kiesel

Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur

(mit Schwerpunkt auf der Geschichte der literarischen Moderne (vom Naturalismus bis zur Gegenwart))

 

Germanistisches Seminar
Universität Heidelberg
Hauptstr. 207–209
D–69117 Heidelberg
Dienstraum: PB 039
Telefon: 06221– 54 3215

helmuth.kiesel@gs.uni-heidelberg.de

Sprechstunde in der Vorlesungszeit: Do 11:30–12:30 Uhr (Anmeldung nicht nötig)

 

Lebenslauf

 

1969-1974 Studium der Germanistik und Geschichtswissenschaft in Tübingen
1974-1976 Wissenschaftlicher Angestellter am Historischen Seminar der Universität Tübingen
1976/77 Promotion aufgrund einer Arbeit über literarische Hofkritik von Sebastian Brant bis Friedrich Schiller
1977-1985 Wissenschaftlicher Assistent am Deutschen Seminar der Universität Tübingen
1979/80 Gastdozentur am German Department der Washington University St. Louis (MO), USA
1984 Habilitation aufgrund einer Arbeit über Alfred Döblins Exil- uns Spätwerk
1985/86 Lehrstuhlvertretung an der Universität Bochum
1986/87 Lehrstuhlvertretung an der Universität Tübingen
1987-1990 Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literaturvermittlung an der Universität Bamberg
1990 Berufung auf den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Heidelberg
1996-2004 Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft
2000-2004 Dekan der Neuphilologischen Fakultät der Universität Heidelberg
 
 

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte der deutschsprachigen Literatur von 1918 bis 1945

 

Herausgeberschaften

  • „Heidelberger Jahrbücher“ (Springer, Heidelberg)

  • „Konzepte“ (Niemeyer, Tübingen)

  • „Schriften zur Literaturwissenschaft“ (Duncker & Humblot, Berlin)

Publikationen

Bücher:

Wilfried Barner, Gunter Grimm, Helmuth Kiesel, Martin Kramer: Lessing: Epoche, Werk, Wirkung. Ein Arbeitsbuch für den literaturwissenschaftlichen Unterricht. München: Beck, (1) 1975, (6) 1998:

  • S. 37-78: Deutschland im 18. Jahrhundert,
  • S. 194-213: Emilia Galotti,

  • S. 239-258: Minna von Barnhelm,

  • S. 297-329: Nathan der Weise, Ernst und Falk.

Helmuth Kiesel/Paul Münch: Gesellschaft und Literatur im 18. Jahrhundert. Voraussetzungen und Entstehung des literarischen Markts in Deutschland. München: Beck, 1977, S. 77-202: Der literarische Markt: Genese, Strukturen, Funktion.

Helmuth Kiesel:

  • „Bei Hof, bei Höll“: Untersuchungen zur literarischen Hofkritik von Sebastian Brant bis Friedrich Schiller. Tübingen: Niemeyer, 1979 (305 S.) [Dissertation].

  • Erich Kästner. München: Edition Text und Kritik, Beck, 1981 (180 S.).

  • Literarische Trauerarbeit. Das Exil- und Spätwerk Alfred Döblins. Tübingen: Niemeyer, 1986 (550 S.) [Habilitationsschrift].

  • Wissenschaftliche Diagnose und dichterische Vision der Moderne: Max Weber und Ernst Jünger. Heidelberg: Manutius, 1994 (222 S.).

  • Geschichte der literarischen Moderne: Sprache, Ästhetik, Dichtung im 20. Jahrhundert. München: Beck, 2004 (640 S.).

  • Ernst Jünger: die Biographie. München: Siedler / Random House, (1) 2007 (720 S.), (2) 2007.

Editionen:

  • Briefe der Liselotte von der Pfalz. Frankfurt am Main: Insel, (1) 1981, (16) 2012.

  • Briefe von und an Lessing 1743-1770 (in 3 Bänden). Herausgegeben von Helmuth Kiesel unter Mitwirkung von Georg Braungart, Klaus Fischer und Markus Reppner. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag, 1987, 1988 und 1994.

  • Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Roman. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Helmuth Kiesel. München: Winkler, 1993.

  • Heidelberg im Gedicht: Zwölf Heidelberg-Gedichte mit Interpretationen. Frankfurt am Main: Insel, 1996.

  • Erich Kästners: Werke, Band IV: Romane II: Junggesellen auf Reisen. München und Wien: Hanser, 1998

  • Ernst Jünger / Carl Schmitt: Briefe 1930-1983. Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort von Helmuth Kiesel. Stuttgart: Klett-Cotta, 1999 [893 S., davon 430 S. Kommentar und Nachwort].

  • Franz Kafka: „The Metamorphosis“ and Other Writings. New York: Continuum, 2002 (=The German Library 65) [248 S., davon 30 S. Einleitung].

  • Martin Walser: Ein fliehendes Pferd. Novelle. Mit einem Kommentar von Helmuth Kiesel. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2002 (5. Auflage 2009) [164 S., davon 59 Kommentar und Interpretation].

  • Erich Maria Remarque: All Quiet on the Wesstern Front / Joseph Roth: Job. New York: Continuum, 2004 (=The German Library 68) [264 S., davon 9 Einleitung und 2 Anmerkungen].

  • Ernst Jünger: Kriegstagebuch 1914-1918. Hrsg. Von Helmuth Kiesel. Stuttgart: Klett-Cotta, 2010 (4. Auflage 2013) [654 S., davon 190 Kommentar und Nachwort].

  • Alfred Döblin: November 1918. Eine deutsche Revolution. Erzählwerk in drei Teilen (und vier Bänden mit Nachworten des Herausgebers). Frankfurt am Main: Fischer, 2013.

  • Ernst Jünger: In Stahlgewittern. Historisch-kritische Ausgabe der gedruckten Fassungen unter Berücksichtigung der Korrekturbücher. Stuttgart: Klett-Cotta, 2013 (Bd. 1: Paralleldruck der Originalfassung (1920) und der Fassung letzter Hand (1978) [647 S.]; Bd. 2: Kommentarband: Variantenverzeichnis und Materialien [598 S., darunter: Einleitung des Herausgebers (S. 9-122), Darstellung von Absatz und Rezeption (S. 445- 516)].

Herausgegebene Bücher:

  • Das Judentum im Spiegel seiner kulturellen Umwelten: Symposium zu Ehren von Saul Friedländer. Hrsg. von Dieter Borchmeyer und Helmuth Kiesel. Neckargemünd: Mnemosyne, 2002.

  • Der Ernstfall: Martin Walsers „Tod eines Kritikers“. Hrsg. von Dieter Borchmeyer und Helmuth Kiesel. Hamburg: Hoffmann & Campe, 2003.

  • Literarische Moderne: Begriff und Phänomen. Hrsg. von Sabina Becker und Helmuth Kiesel unter Mitarbeit von Robert Krause. Berlin und New York: de Gruyter, 2007.

Aufsätze und Buchbeiträge:

  • Hans Dierkes/Helmuth Kiesel: Interpretative Bemerkungen zu A. J. Greimas „Strukturale Semantik“. In: Linguistik und Didaktik 4 (1972), S. 146-161.

  • Helmuth Kiesel: Problem und Begründung der Toleranz im 18. Jahrhundert. In: Festgabe für Ernst Walter Zeeden. Herausgegeben von Horst Rabe. Münster: Aschendorff, 1976, S. 370-385.

  • Gesellschaftskritik und gesellschaftspolitische Vorstellungen in Johann Gottwerth Müllers „komischen Romanen“. In: Johann Gottwerth Müller und die deutsche Spätaufklärung. Herausgegeben von Alexander Ritter. Heide: Boyens, 1978, S. 167-183.

  • „Lang zu hofe, lang zu helle“: Literarische Hofkritik der Humanisten. In: Legitimationskrisen des deutschen Adels 1200-1900. Herausgegeben von Peter Uwe Hohendahl und Paul Michael Lützeler. Stuttgart: Metzler, 1979, S. 61-81.

  • Höfische Gewalt im Lustspiel des Andreas Gryphius. Bemerkungen zum „Horribilicribrifax“ im Vergleich zu deutschen Lucretia- und Virginia-Dramen. In: Text und Kritik 7/8 (1980), S. 68-79.

  • Legitimationsprobleme eines „Hofpoeten“. Zu den Versen für und gegen den Hof in Goethes Autobiographie. In: Germanisch-Romanische Monatsschrift N. F. 29 (1979), S. 390-415.

  • Elisabeth Charlotte von Orléans, gen. Liselotte von der Pfalz: Leben und Werk. In: Deutsche Dichter des 17. Jahrhunderts. Herausgegeben von Benno von Wiese und Harald Steinhagen. Berlin: Schmidt, 1984, S. 752-771.

  • Das nationale Klima. Entwicklung und Funktion eines ethnographischen Topos von der Renaissance bis zur Aufklärung. In: Rom - Paris - London. Erfahrung und Selbsterfahrung deutscher Schriftsteller und Künstler in den fremden Metropolen. Ein Symposion (der DFG 1985). Herausgegeben von Conrad Wiedemann. Stuttgart: Metzler, 1988, S. 123-134.

  • Zwischen Gläubigern und Zweiflern: Die Rezeption von Oswald Spenglers „Untergang des Abendlandes“ insbesondere bei Thomas Mann, Gottfried Benn und Ernst Jünger. In: Jahrbuch des Archivs der Deutschen Jugendbewegung 1986-87, S. 157-182.

  • Ästhetik des Schreckens vs. Ästhetisierung des Schreckens: Eine notwendige Anmerkung zu Karl Heinz Bohrers Verwischung der Differenz zwischen Peter Weiss und Ernst Jünger. In: Das Argument 171 (1988), S. 710-714.

  • Aufklärung und neuer Irrationalismus in der Weimarer Republik. In: Aufklärung und Gegenaufklärung in der europäischen Literatur, Philosophie und Politik von der Antike bis zur Gegenwart. Herausgegeben von Jochen Schmidt. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1989, S. 497-521.

  • Ernst Jüngers „Marmorklippen“ – „Renommier“- und Problem“buch der 12 Jahre“. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 14 (1989), S. 126-164.

  • „So ist unser Gedächtnis jetzt angefüllt mit Furchtbarem“ (Martin Walser) - Literaturgeschichtliche Anmerkungen zum ‚Historikerstreit‘ und zu der von Martin Broszat beklagten „Beziehungslosigkeit zwischen Literatur und Geschichte bei der Verarbeitung der Nazizeit“. In: Historikerstreit und politische Bildung. Herausgegeben von Klaus Oesterle und Siegfried Schiele. Stuttgart: Metzler, 1989, S. 42-94.

  • Thomas Manns „Doktor Faustus“: Reklamation der Heiterkeit. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 64 (1990), S. 726-743. – Wieder in: Philosophie der Freude: von Freud bis Sloterdijk. Hrsg. Von Detlev Schöttker. Leipzig: Reclam, 2003, S. 153-174.

  • Kierkegaard, Alfred Döblin, Thomas Mann und der Schluß des „Doktor Faustus“. In: Literaturwissenschaftliches Jahrbuch N. F. 31 (1990), S. 233-249.

  • Die Intellektuellen und die deutsche Einheit. In: Die politische Meinung. Monatsschrift zu Fragen der Zeit 36 (1991), H. 264, S. 49-62.

  • Döblin und das Kino: Überlegungen zur „Alexanderplatz“-Verfilmung. In: Internationale Alfred-Döblin-Kolloquien Münster 1989/Marbach a.N. 1991. Herausgegeben von Werner Stauffacher. Bern usw.: Lang, 1993, S. 284-297.

  • Literaturgeschichtliches Vergleichen: Ernst Jünger und Christa Wolf. In: Autor, Macht, Staat. Literatur und Politik in Deutschland. Ein notwendiger Dialog. Herausgegeben von Gerd Langguth. Düsseldorf: Droste, 1994, S. 131-153

  • Döblins Konversion als Politikum. In: Hinter dem schwarzen Vorhang. Die Katastrophe und die epische Tradition. Festschrift für Anthony W. Riley, Hrsg. von Friedrich Gaede, Patrick O'Neill, Ulrich Scheck. Tübingen: Francke, 1994, S. 193-208.

  • Reim als Botschaft: Gottfried Benns Gedicht „Nur zwei Dinge“. In: Frankfurter Anthologie: Gedichte und Interpretationen. Bd. 17. Hrsg. von Marcel Reich-Ranicki. Frankfurt am Main und Leipzig: Insel, 1994, S. 146-148.

  • Zwischen Restauration und Modernisierung: Probleme mit der Gründungslegende der Bundesrepublik. In: Heidelberger Jahrbücher XXXIX (1995), S. 1-18.

  • Ernst Jünger 1895-1995: Eine kritische Würdigung von Leben und Werk. In: Heidelberger Universitätsreden. Bd. 10. Heidelberg: C. F. Müller, 1995. Wieder in: Ernst Jünger et la littérature européenne. Les Carnets 2 (1997), S. 11-32.

  • Politische Religionen in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. In: Heilserwartung und Terror. Politische Religionen des 20. Jahrhunderts. Herausgegeben von Hermann Lübbe. Düsseldorf: Patmos, 1995, S. 59-74.

  • Die modernen Gewaltregime und die Literatur. Von Helmuth Kiesel / Jan Peter Grevel, Heidelberg. In: Totalitarismus und Politische Religionen: Konzepte des Diktaturvergleichs. Herausgegeben von Hans Maier. Paderborn/München/Wien/Zürich: Schöningh, 1996, S. 211-232.

  • Benjamins Erzähler: Leskow oder Döblin? In: Sinn und Form 49 (1996), S. 461-467.

  • Todesfuge oder Todestango? Überlegungen zum Titel und zur Struktur von Paul Celans Gedicht „Todesfuge“. In: Politik - Bildung - Religion: Hans Maier zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Theo Stammen, Heinrich Oberreuter, Paul Mikat. Paderborn usw.: Schöningh, 1996, S. 561-568.

  • „Aufarbeitung“ der NS-Vergangenheit in der Literatur der Nachkriegszeit: Wege, Probleme, Grenzen. In: Studium Generale an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Vorträge im Sommersemester 1995. Heidelberg: Winter, Heidelberger Verl.-Anst., 1996, S. 55-71.

  • Wovon uns nur Götter erlösen könnten. Eine Reflexion auf die Wiederkehr der Götter. Aus Anlaß von Botho Strauss’ „Ithaka“. In: Sinn und Form 49 (1997), H. 1, S. 149-155. - In überarbeiteter Form unter dem Titel „Über das Wiedererscheinen von Göttern im jüngeren Drama“ in: Auf klassischem Boden begeistert: Antike-Rezeptionen in der deutschen Literatur. Festschrift für Jochen Schmidt zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Olaf Hildebrand und Thomas Pittrof. Rombach: Freiburg im Breisgau, 2004, S. 483-493. - Erneut in: Unüberwindliche Nähe: Texte über Botho Strauß. Hrsg. Von Thomas Oberender. Berlin: Theater der Zeit, 2004, S. 97-105.

  • Die Restaurationsthese als Problem für die Literaturgeschichtsschreibung. In: Walter Erhart / Dirk Niefanger (Hrsg.): Wendezeiten: Blicke auf die deutsche Literatur zwischen 1945 und 1989. Tübingen: Niemeyer, 1997, S. 13-45.

  • Drei Ansichten des Wiedervereinigungsprozesses: Heiner Müller, Günter Grass, Volker Braun. In: Die Intellektuellen und die nationale Frage. Hrsg. von Gerd Langguth. Frankfurt am Main: Campus, 1997, S. 210-229.

  • „Es lebe der König!“ Eine Apologie von Peter Handkes „Königsdrama“ ,Zurüstungen für die Unsterblichkeit‘. In: Sinn und Form 49 (1997), S. 442-448.

  • Zwischen Kritik und Affirmation: Ernst Jüngers Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. In: Zwei deutsche Diktaturen. Hrsg. von Günther Rüther. Paderborn: Schöningh, 1997, S. 163-172.

  • Literatur um 1968: politischer Protest und postmoderner Impuls. In: Literatur um 1968: eine Ausstellung des Deutschen Literaturarchivs in Verbindung mit dem Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg und dem Deutschen Rundfunkar-chiv. Marbach: Deutsche Schillergesellschaft, 1998 (2. Auflage 1999), S. 593-640.

  • Ruf nach starken Männern? Die umstrittenen „Königsdramen“ von Botho Strauß und Peter Handke. In: Die politische Meinung. Monatsschrift zu Fragen der Zeit 43 (1998), H. 342, S. 61-71.

  • Lesskow oder Döblin? Über die fragliche Grundlage der vielberufenen These von der Unmöglichkeit des Erzählens in der Moderne. In: Die Wirklichkeit der Kunst und das Abenteuer der Interpretation. Festschrift für Hans-Jürgen Gerigk. Hrsg. von Klaus Manger. Heidelberg: Winter, 1999, S. 171-180.

  • Anna Katharina „Käthchen“ Schönkopf. In: Goethe und die Frauen: Eine Gemeinschaftsausstellung der Frankfurter Bürger-Stiftung im Holzhausenschlößchen und des Goethe-Museums in Düsseldorf / Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung / Schriften der Frankfurter Bürger-Stiftung. Hrsg. von Jürgen Eichenauer und Clemens Greve. Bd. 2, Frankfurt am Main: Bürger-Stiftung, 1999, S. 32-39.

  • Die „Maßnahme“ im Licht der Totalitarismustheorie. In: Maßnehmen: Bertolt Brechts/ Hanns Eislers Lehrstück „Die Maßnahme“: Kontroverse, Perspektive, Praxis. Hrsg. von Inge Gellert, Gerd Koch, Florian Vaßen. Berlin: Theater der Zeit, 1999, S. 83-99.

  • Das Vaterbild in der deutschsprachigen Literatur der Nach-68er-Zeit. In: Communio: Internationale Katholische Zeitschrift 28 (1999), S. 165-176.

  • Die Epoche der Mobilisierung. In: Die politische Meinung. Monatsschrift zu Fragen der Zeit 45 (2000), H. 362, S. 83-91.

  • Jenseits von Eden: eine Einführung in die Ideen- und Kulturgeschichte des Rauschs. In: Heidelberger Jahrbücher XLIII (1999), S. 1-25 (zusammen mit Sandra Kluwe).

  • Eigenart und Bedeutung der dichterischen Rede über die Schatten der NS-Vergangenheit. In: Verantwortung. Zeitschrift des Dietrich-Bonhoeffer-Vereins 13 (1999), Nr. 24, S. 740-749.

  • „Zur Schröder-Hymne ein Kaninchenfell!“ Die Hymnen-Debatte von 1950-1952. In: Geschichtserfahrung im Spiegel der Literatur: Festschrift für Jürgen Schröder zum 65 Geburtstag. Hrsg. von Cornelia Blasberg und Franz-Josef Deiters. Tübingen: Stauffenburg, 2000, S. 290-303 [zusammen mit Birgit Pape].

  • Moderne und Judentum. In: „Hinauf und Zurück / in die herzhelle Zukunft“: Deutsch-jüdische Literatur im 20. Jahrhundert. Festschrift für Birgit Lermen. Hrsg. von Michael Braun, Peter J. Brenner, Hans Messelken und Gisela Wilkending. Bonn: Bouvier, 2000, S. 51-71.

  • Der Nationalsozialismus: Faszination durch Erfolg? In: Wege in die Gewalt: die modernen politischen Religionen. Hrsg. von Philippe Burrin und Hans Maier. Frankfurt am Main: Fischer, 2000, S. 143-165.

  • Das Verhältnis von Nationalsozialismus, Kirche und Religion in der Literatur der Jahre 1934-1939. In: Zwischen „nationaler Revolution“ und militärischer Aggression. Transformationen in Kirche und Gesellschaft während der konsolidierten NS-Gewaltherrschaft. Hrsg. von Gerhard Besier und Elisabeth Müller-Luckner. München: Oldenbourg Verlag, 2001, S. 155-166.

  • Wider den Restaurationsvorwurf. In: Die politische Meinung. Monatsschrift zu Fragen der Zeit 46 (2001) H. 374, S. 49-59.

  • Woraus resultiert die außerordentliche kulturelle Leistung des Judentums zu Beginn der Moderne? Problemaufriß und Forschungsbericht. In: Heidelberger Jahrbücher XLV (2001), S. 267-296 [ohne Abbildungen in: Das Judentum im Spiegel seiner kulturellen Umwelten: Symposium zu Ehren von Saul Friedländer. Hrsg. von Dieter Borchmeyer und Helmuth Kiesel. Neckargemünd: Mnemosyne, 2002, S. 71-110].

  • Großstadtliteratur: Franz Hessel, Walter Benjamin, Alfred Döblin. In: Handbuch zur deutsch-jüdischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Hrsg. Daniel Hoffmann. Paderborn usw.: Schöningh, 2002, S. 323-362. [zusammen mit Sandra Kluwe].

  • Am Elend vorbeigeschrieben: zur Debatte um die Novelle „Im Krebsgang“ von Günter Grass. In: Die politische Meinung 47 (2002) H. 390, S. 85-91.

  • Brechts Reaktion auf Döblins Konversion. In: Brechts Glaube: Brecht Dialog 2002: Religionskritik, Wissenschaftsfrömmigkeit, Politische Theologie. Hrsg. von Sebastian Kleinschmidt und Therese Hörnigk. Berlin: Theater der Zeit, 2002, S. 45-53.

  • Nationalsozialismus, Modernisierung, Literatur: ein Problemaufriß. In: Reflexe und Reflexionen von Modernität 1933-1945. Hrsg. von Erhard Schütz und Gregor Streim. Bern usw.: Lang, 2002, S. 13-27 (=Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik, Bd. 6).

  • Die Restauration des Restaurationsbegriffs im Intellektuellendiskurs der frühen Bundesrepublik. In: Carsten Dutt (Hrsg.): Herausforderungen der Begriffsgeschichte. Heidelberg: Winter, 2003, S. 173-193.

  • Noch einmal „Benjamins Erzähler“: nicht Lesskow, sondern Alfred Döblin! In: Internationales Alfred-Döblin-Kolloquium Berlin 2001. Hrsg. von Hartmut Eggert und Gabriele Prauß. Bern usw.: Lang, 2003, S. 157-165.

  • Döblin’s November 1918. In: A Companion to the Works of Alfred Döblin. Edited by Roland Dollinger, Wulf Koepke, and Heidi Thomann Tewarson. Rochester, NY: Camden House, 2004, p. 215-232.

  • Denken auf Leben und Tod: literarische Reflexionen einer ethisch-politischen Problemkonstellation in der Zeit des Totalitarismus (Brecht, Jünger, Bergengruen). In: Internationale Zeitschrift für Philosophie 2003 / Heft 2, S. 20-31. Ebenfalls in: Ernst Jünger: Politik – Mythos – Kunst. Hrsg. Von Lutz Hagestedt. Berlin und New York: de Gruyter, 2004, S. 181-191.

  • Zwei Modelle literarischer Erinnerung an die NS-Zeit: „Die Blechtrommel“ von Günter Grass und „Ein springender Brunnen“ von Martin Walser. In: Fritz Wefelmeyer (Hrsg.): Internationales Martin Walser-Symposion London 2002. Amsterdam und New York: Rodopi, 2004, S. 343-361.

  • Die Moritaten in [Alfred Döblins] „Berlin Alexanderplatz“: eine Stettiner Reminiszenz? In: Treibhaus: Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre 1 (2005), S. 86-93.

  • Triumph und Trauma: Brechts „Leben des Galilei“. In: Heidelberger Jahrbücher 47 (2003): „Weltbilder“, S.221-239.

  • Die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen vom Mai 1933. In: Bildersturm: Sammelband der Vorträge des Studium Generale der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg im Wintersemester 2003/2004. Heidelberg: Winter, 2006, S. 45-59.

  • Literatur und Politik in der Bundesrepublik: Entfremdung und Verständigungsversuche. In: Die politische Meinung 51 (2006) H. 438 vom Mai 2006, S. 59-68.

  • Alfred Döblins „chinesischer“ Roman Die drei Sprünge des Wang-lun. In: Deutsch-chinesische Literaturbeziehungen: Vorträge eines im Oktober 2003 an der Shanghai International Studies University abgehaltenen bilateralen Symposiums. Hrsg. von Wie Maoping und Wilhelm Kühlmann. Shanghai: Foreign Language Education Press, 2006, S. 202-214.

  • Paul Celans Schreckensmusik. In: Getauft auf Musik: Festschrift für Dieter Borchmeyer. Hrsg. von Udo Bermbach und Hans Rudolf Vaget. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2006, S. 115-131.

  • Zivilisations- und Modernekritik bei Alfred Döblin und Roberto Arlt. In: Moderne in den Metropolen: Roberto Arlt und Alfred Döblin. Internationales Symposium, Buenos Aires – Berlin, 2004. Hrsg. von Marily Martínez de Richter. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2007, S. 133-137.

  • Brechts und Eislers „Maßnahme“ im Licht der Totalitarismus-Theorie: ein zweites Mal. In: Totalitarismus und Literatur: deutsche Literatur im 20. Jahrhundert – Literarische Öffentlichkeit im Spannungsfeld totalitärer Meinungsbildung. Hrsg. von Hans Jörg Schmidt und Petra Tallafuss. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2007, S. 77-89.

  • Bestrittener Wille zur Macht: Nietzsche-Rezeption bei Ernst und Friedrich Georg Jünger. In: Nietzsche nach dem Ersten Weltkrieg. Bd. 1. Hrsg. von Sandro Barbera und Renate Müller-Buck. Pisa: Edizioni ETS, 2007, S. 149-168.

  • „Fruktifizierung des eigenen Briefwechsels“: zu einem Vorwurf Carl Schmitts an Ernst Jünger. In: Adressat: Nachwelt. Briefkultur und Raumbildung. Hrsg. von Detlev Schöttker. München: Fink, 2008, S. 209-216.

  • Das Alter in der Literatur. In: Was ist Alter(n)? Neue Antworten auf eine scheinbar einfache Frage. Hrsg. von Ursula M. Staudinger und Heinz Häfner. Berlin und Heidelberg: Springer, 2008, S. 173-188.

  • Brechts und Eislers „Maßnahme“ unter dem Aspekt ästhetischer und politischer Ambiguität. In: Amphibolie – Ambiguität – Ambivalenz. Hrsg. von Frauke Berndt und Stephan Kammer. Würzburg: Könihshausen & Neumann, 2009, S. 307-320.

  • Classico Moderno? Riflessioni sulla Problematica della definizione di un’ epoca. In: Klassische Moderne: un paradigma del Novecento. A cura di Mauro Ponzi. Milano – Udine: Mimesis, 2009, S. 25-34.

  • Tendenzen der publizistischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Ernst Jünger und seinem Werk. In: Natalia Zarska, Gerald Diesener, Wojciech Kunicki (Hrsg.): Ernst Jünger – eine Bilanz. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 2010, S. 512-519.

  • Ernst Jünger und die Schuldfrage. In: Dutt, Carsten (Hrsg.): Die Schuldfrage: Untersuchungen zur geistigen Situation der Nachkriegszeit. Heidelberg: Manutius, 2010, S. 198-209.

  • Sterben in der Schönen Literatur. In: Menschenbild und Menschenwürde am Ende des Lebens. Hrsg. von Thomas Fuchs, Andreas Kruse, Grit Schwarzkopf. Heidelberg: Winter, 2010, S. 199-210.

  • Alfred Döblins Verhältnis zum Judentum. In: Alfred Döblin – Judentum und Katholizismus. Hrsg. von Karol Sauerland. Berlin: Duncker & Humblot, 2010, S. 27-34.

  • Elisabeth Langgässers christlich-literarische Hochartistik: zum 60. Todestag. In: Communio 39 (2010), S. 564-572.

  • Schriftstellerkorrespondenzen im ‹Dritten Reich›. In: Realität als Herausforderung: Literatur in ihren konkreten historischen Kontexten. Festschrift für Wilhelm Kühlmann zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Ralf Bogner, Ralf Georg Czapla, Robert Seidel und Christian von Zimmermann. Berlin und New York: de Gruyter, 2011, S. 499-510.

  • Ernst Jüngers Reflexionen des Ersten Weltkriegs: Tendenzen und Probleme. In: Burgfrieden und Union sacrée: Literarische Deutungen und politische Ordnungsvorstellungen in Deutschland und Frankreich 1914-1933. Hrsg. von Wolfram Pyta und Carsten Kretschmann. München: Oldenbourg 2011 (= Historische Zeitschrift. Beiheft N. F. Band 54).

  • Klassische Moderne (1890-1930). In: Handbuch Erzählliteratur: Theorie, Analyse, Geschichte. Hrsg. von Matías Martínez. Stuttgart und Weimar: Metzler, 2011, S. 258-272.

  • Nietzsche bei Ernst und Friedrich Georg Jünger. In: Nietzsche als Philosoph der Moderne. Hrsg. von Barbara Neymeyr und Andreas Urs Sommer. Heidelberg: Winter, 2012, S. 253-270.

  • Gottfried Benns Probleme mit dem „Herrn [Sedlmayr] von der Mitte“. In: Perspektiven konservativen Denkens: Deutschland und die Vereinigten Staaten nach 1945. Hrsg. von Peter Uwe Hohendahl und Erhard Schütz. Bern usw.: Lang, 2012, S. 179-193.

  • Glaube und Literatur: Beobachtungen zu ihrem gegenwärtigen Verhältnis. In: Communio 41 (2012), S. 289-309.

  • Gab es einen „rechten“ Avantgardismus? Eine Anmerkung zu Klaus von Beymes „Zeitalter der Avantgarden“. In: Die Politik in der Kunst und die Kunst in der Politik. Hrsg. von Ariane Hellinger, Barbara Waldkirch, Elisabeth Buchner und Helge Batt. Wiesbaden: Springer Fachmedien, 2013, S. 109-124.

  • Beobachtungen zur Verschränkung von philosemitischer und antisemitischer Rede in Romanen der Weimarer Republik. In: Philipp Theisohn: Philosemitismus als literarischer Diskurs. München: Fink, 2013 (noch nicht erschienen), ca. 35 S.

Im Manuskript abgeschlossen:

  • Darstellung und Reflexion der NS-Bewegung (von ihrer Gründung bis zur Machtergreifung) in der deutschsprachigen Literatur bis 1933. - Bibliographie, inhaltliche Referate, kritische Reflexionen, Forschungsbericht, Überblick.

Kleinere Schriften:

  • Zahlreiche Essays, Rezensionen wissenschaftlicher und belletristischer Literatur, Theater-, Film- und Fernsehkritiken in Fachzeitschriften (Germanistik, Arbitrium, Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur) und Tageszeitungen (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Stuttgarter Zeitung, Rheinischer Merkur).

 

Letzte Änderung: 13.11.2014
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